Fondssparen

Wer monatlich viele Jahre einen gleich hohen Betrag zur Seite packen möchte, für den könnte ein Fondssparplan oder auch Wertpapiersparplan das Richtige sein.

Ihr kennt die Möglichkeit bereits aus unserem Beitrag zum Thema “Vermögenswirksame Leistungen”. Einen großen Unterschied gibt es hier allerdings und der liegt vor allem in der Besparungszeit – hierbei habt ihr nämlich alle Flexibilität, die ihr möchtet.

Während bei einem Fondssparplan im Rahmen der Anlage von Vermögenswirksamen Leistungen 6 Jahre bespart wird und 1 Jahr ruht, sodass ihr insgesamt auf 7 Jahre kommt, könnt ihr euren Fondssparplan auch längere oder kürzere Zeit besparen.

Wobei wir hier ganz klar darauf aufmerksam machen möchten, einen Fondssparplan auf lange Sicht anzusparen, denn nur dann könnt ihr den Cost-Average-Effekt am besten für euch nutzen.

Was das ist? Ganz einfach…

Wenn ihr zur Tankstelle fahrt, gibt es Zeiten, in denen ihr erschrocken auf die Preisanzeige schaut. Es gibt aber auch Zeiten (wie aktuell), in denen euch das Tanken vielleicht sogar etwas Freude bereitet, denn durch den gesunkenen Ölpreis ist euer Benzin oder Diesel günstiger geworden.

Wenn ihr also in der ersten Woche für 50€ tanken fahrt und 1l E10 1,65€ kostet, könnt ihr 30,30l tanken (50€/1,65l = 30,30l). In der zweiten Woche fahrt ihr wieder für 50€ tanken, der Preis für 1l E10 liegt jetzt aber bei 1,80l, dann könnt ihr 27,78l tanken. In der dritten Woche dann tankt ihr ebenfalls wieder für 50€ und der Literpreis E10 liegt bei 1,35€, dann tankt ihr also 37,037l.

Als Resümee halten wir also fest:

1.) Ihr habt 3 Wochen lang immer für 50€ getankt.

2.) Der Literpreis E10, den ihr tankt, ist mal angestiegen und mal gefallen.

3.) Durchschnittlich habt ihr für (150€ / (30,30l + 27,78l + 37,037l = 95,117l) = 1,57€ pro Liter E10 getankt

Und genau den Effekt des günstigsten Durchschnittspreises nutzt man beim Fondssparen. Das Prinzp ist das Gleiche…

Wenn ihr monatlich 50€ spart kauft ihr mal mehr und mal weniger Fondsanteile, habt aber im Schnitt auf lange Zeit gesehen immer einen günstigeren Durchschnittspreis während der Anlagezeit für euch genutzt als bei einer Einmalanlage. Denn bei einer Einmalanlage habt ihr nur einen Fondsanteilspreis, der für euch entscheidend ist. Nämlich den beim Kauf…

 

Essentielle Versicherungen

In vielen Diskussionsrunden und Ratgebern findet sich die Fragestellung, welche Versicherungen wirklich wichtig sind. Natürlich ist dies immer sehr subjektiv und kann nicht für jeden pauschal beantwortet werden, aber für zwei Gruppen, Familien und Singles, kann man es recht gut aufgliedern:

Singles

  • Privathaftpflicht – zahlt für selbst verursachte Schäden oder im Idealfall für Schaden von anderen an mir
  • Berufsunfähigkeitsversicherung – zahlt eine Regelleistung wenn ich meinen Beruf nicht mehr oder nur noch teilweise aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls ausführen kann
  • Rechtsschutz – darüber streiten sich die Gemüter, aber in dem immer komplizierter werdenden Leben kann es sehr sinnvoll sein, sich für Rechtsbeihilfe abzusichern

Familien

  • Privathaftpflicht
  • Berufsunfähigkeit
  • Rechtsschutz
  • Risikolebensversicherung – sofern einer oder beide der Elternteile versterben, wird den Hinterbliebenen eine Summe X zur Verfügung gestellt
  • Unfallversicherung für Kinder – niemand will den Teufel an die Wand malen, aber Kinder sind einfach anfälliger für Unfälle oder Krankheiten und müssen daher extra geschützt werden

Alle Versicherungen kann man auch mit Sparvarianten kombinieren, sodass man zu einem gewissen Zeitpunkt auch eine Auszahlung unabhängig von dem Versicherungsfall erhält. Davon rate ich vehement ab:

Wenn ich 100 EUR in eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Sparanteil zahle und nur eine Rate nicht pünktlich zahlen kann, entfällt der gesamte Schutz für diese Periode. Daher sollten stets zwei Verträge geschlossen werden, sodass ich den Sparvertrag immer aussetzen kann und mein Risikoschutz vom Beitrag her so dimensioniert ist, dass ich ihn immer bequem zahlen kann.

Diese Auflistung ist nicht abschließend und sicherlich auch subjektiv geprägt. Daher muss jeder für sich selber diese Grundgerüst betrachten und die für sich wichtigen Risiken heraus filtern.